Das Bewerbungsfoto

2.jpgBildquelle: Ingo Bartussek / Fotolia.com

Der erste Eindruck zählt – das ist längst bekannt. Im Falle einer Bewerbung steht und fällt dieser mit dem richtigen Bewerbungsfoto. Anders als zum Beispiel in den USA oder in Großbritannien, wo Fotos von Bewerbern gar nicht in Frage kommen, sind in Deutschland jedoch Bilder auf dem Lebenslauf oder der Bewerbungsmappe zumindest bei den meisten Firmen erwünscht.

Professionelle Fotos beim Fotografen

Bewerbungsfotos beim Fotografen anfertigen zu lassen, ist eigentlich kein Tipp, sondern ein Muss! Der erste Eindruck ist schließlich viel zu wichtig, um ihn durch ein schlechtes oder unangemessenes Foto zu zerstören. Und was „unangemessen“ bedeutet, kann ein Laie leider oft gar nicht erkennen. Personalchefs sind da mit ihrem geschulten Blick wesentlich aufmerksamer und auch anspruchsvoller. Professionelle Fotografen sind oft nicht ganz preisgünstig, je nach Fotograf oder Studio können etwa 30 bis 50 Euro für die Bilder anfallen. Die Investition lohnt sich allerdings. Meist werden verschiedene Aufnahmen gemacht, aus denen man sich dann die besten aussuchen kann. Die Bilder sollten auf jeden Fall im Nachhinein bearbeitet werden, sodass gegebenenfalls Haarsträhnen oder kleine Hautunreinheiten beseitigt werden können. Sie erhalten die Bilder beim Fotografen in der Regel sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form, sodass diese gerade bei Online-Bewerbungen beliebig oft verwendet werden können. Auf jeden Fall sollten Sie sich im Vorfeld beim Fotografen erkundigen, welche Leistungen angeboten werden und das eventuell mit anderen Anbietern vergleichen.

Outfit

Die Wahl der Kleidung sollte vor dem Gang ins Fotostudio gut durchdacht sein. Grundsätzlich kann man sagen: Mit Hemd oder Bluse liegen Sie immer richtig! Die Farben sollten dabei gedeckt und unauffällig sein; extrovertierte Prints und Muster auf der Kleidung haben auf einem Bewerbungsbild nichts verloren. Neben Hemd oder Bluse kann bei Frauen auch ein Blazer, bei Herren ein Sakko und eine Krawatte getragen werden; das macht das Foto dann eben entsprechend seriöser, was in einigen Branchen sicher auch von Vorteil ist. Frauen sollten auch darauf achten, dass die Bluse hochgeschlossen ist und der Blick des Betrachters auf keinen Fall auf den Ausschnitt gelenkt wird.

Frisur

Die Frisur sollte möglichst neutral und unauffällig sein: Ein verrückter Haarschnitt, der sofort ins Auge fällt, ist in den wenigsten Fällen angebracht. Lange Haare müssen nicht unbedingt zusammengebunden werden, sollten aber das Gesicht auch nicht verdecken. Im Zweifelsfall kann man sie aber einfach über die Schulter legen.

Fazit

Der Gang zum Fotografen ist für ein Bewerbungsfoto obligatorisch – und lohnt sich auch. Nichts und niemand kann nämlich eine professionelle Beratung eines Experten ersetzen. Ein angemessenes Outfit, ein freundlicher und offener Gesichtsausdruck und eine Bildnachbearbeitung sind weitere Faktoren für ein rundum gelungenes Bewerbungsfoto.

Tipps in Kürze

  • Lassen Sie die Bilder unbedingt vom Fotografen anfertigen; auf keinen Fall private Schnappschüsse verwenden.
  • Im Vorfeld informieren und vergleichen: Bekomme Sie die Fotos auch in digitaler Form? Werden die Bilder nachbearbeitet? Beides sollte ein guter Fotograf anbieten.
  • Dezentes Outfit: Bluse oder Hemd; zusätzlich können Blazer oder Sakko getragen werden.
  • Frisur, Schmuck und Make-up sollten möglichst neutral und unauffällig sein.
  • Ein offenes und freundliches Lächeln wirkt sympathisch.