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Mit dem Anschreiben aus der Masse herausstechen

Das Anschreiben bzw. Motivationsschreiben gehört zu jeder Bewerbung oder Initiativbewerbung dazu - ob für Ausbildung, Praktikum oder Job. Hier einige Tipps.
Veröffentlicht am 30.11.2020
Bildquelle: Pixel Shot

 

Autorin: Julia Paul

Im Bewerbungsschreiben, auch Anschreiben genannt, geht es um ein individuelles und überzeugendes Porträt der eigenen Kompetenzen und Qualifikationen. Motivation und Leidenschaft stehen dabei im Vordergrund. Da es aber nicht – wie der Lebenslauf – nur Fakten enthält, bereitet es Bewerbern oft Schwierigkeiten.

Das Anschreiben verbessert die Chancen für ein Vorstellungsgespräch

Das ist schade, denn ein gut formuliertes und professionelles Anschreiben kann sie aus der Masse hervorheben und die Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, enorm verbessern. Es gibt aber auch einige Fehler, die oft gemacht, aber vermieden werden sollten.

Ein beliebter Fauxpas bei vielen Bewerbern ist, dass sie viel zu viel über sich selbst erzählen oder gar die stichpunktartigen Etappen ihres Lebenslaufs noch einmal in vollständig ausformulierten Sätzen wiederholen. Das ist zwar ganz nett, bringt dem Arbeitgeber wirtschaftlich aber ziemlich wenig. Unternehmen suchen niemanden, weil sie sich freuen, nette Menschen einzustellen. Mit „Ich mache dies“, „Meine Hobbys sind jene“ und so weiter beeindruckt man also nicht unbedingt.

Anschreiben: Was muss rein?

Anders sieht es aus, wenn Bewerber in ihrem Anschreiben direkt Bezug zum Unternehmen und den in der Stellenanzeige ausgeschriebenen Aufgaben und Qualifikationen nehmen. Statt also zu schreiben „Ich bin ein Organisationstalent“ könnte „Durch mein hohes Organisationstalent freue ich mich darauf, Sie und Ihr Team in Zukunft dabei zu unterstützen, Veranstaltungen zu planen“ einen wesentlich größeren Effekt erzielen.

Nutzt man diese Methode, vermeidet man bestenfalls auch gleich einen weiteren Fehler: Nämlich, in jedem Anschreiben dieselbe Vorlage zu verwenden und nur die Firma und den Ansprechpartner auszutauschen. Wenn man daran überhaupt denkt! Denn – man glaubt es kaum – aber immer noch bekommen Unternehmen regelmäßig Bewerbungen, in denen eigentlich gar nicht sie, sondern die Konkurrenz angesprochen wird. Das ist für den Bewerber äußerst peinlich. Fast genauso schlimm ist für ihn übrigens, wenn er den Firmennamen oder den Ansprechpartner falsch geschrieben hat. Eine Recherche, ein Abgleich und Korrekturlesen lohnen sich.

Weitere Tipps für die Bewerbung gibt es hier.