Zukunftsängste im Job: So gehen Arbeitnehmende damit um
Unsichere Wirtschaftslage, stetiger Wandel durch neue Technologien, wechselnde Arbeitsmodelle – die Zukunft unserer Arbeitswelt fühlt sich oft sehr ungewiss an. Kein Wunder, dass sich viele Menschen Gedanken darüber machen, wie es in einiger Zeit um ihre eigene berufliche Karriere stehen wird. Bestimmt hat sich jede:r irgendwann einmal gefragt: Was mache ich eigentlich, wenn ich plötzlich ohne Job dastehe? In den letzten Jahren haben diese Sorgen jedoch stark zugenommen, wie eine Studie der R+V Versicherung zeigt. Demnach leidet ein Fünftel der Befragten unter der Angst vor drohender Arbeitslosigkeit. Aber woran liegt das? Und wie können Beschäftigte mit diesen Zukunftsängsten umgehen?
Woher kommen Zukunftsängste im Job?
Wenn Arbeitnehmende befürchten, den Job zu verlieren, kann das ganz individuelle Gründe haben. Viele treiben diese Sorgen um, wenn zum Beispiel kein gutes Betriebsklima herrscht oder aus wirtschaftlichen Gründen Stellen gestrichen werden müssen. Trotzdem ist der starke Anstieg dieser Gedanken auch auf allgemeine Faktoren zurückzuführen, die die gesamte Arbeitswelt betreffen – allen voran die Auswirkungen von KI und Corona-Pandemie. Hinzu kommen Zukunftsängste, die mit bestimmten Arbeitsmodellen oder -verträgen zusammenhängen. So machen sich Beschäftige in befristeten Arbeitsverhältnissen schneller Sorgen über einen Jobverlust als Festangestellte.
Was kann Arbeitnehmenden helfen?
Konstante Unsicherheit im Job kann den Alltag von Mitarbeitenden auf Dauer sehr belasten. Auch Schlaf, Konzentration und Motivation können darunter leiden. Wie gehen Arbeitnehmende am besten damit um, wenn sie merken, dass die Zukunftsängste Überhand nehmen?
Entspannungsübungen: Vor allem vor dem Einschlafen können Atemübungen ein hilfreiches Mittel sein, um dem Stress im Kopf zu entkommen und den eigenen Körper herunterzufahren. Auch Meditation am Abend kann Menschen aus den eigenen Gedankenspiralen zurück ins Hier und Jetzt holen.
Wahrnehmen, aber nicht bewerten: Ängste, auf die man keinen unmittelbaren Einfluss hat, lässt man am besten wieder ziehen. Das ist leichter gesagt als getan und erfordert eine gewisse Übung, kann aber viel bewirken. Das Wichtigste dabei: Die Ängste annehmen, aber nicht verdrängen oder bewerten.
Lösungen suchen: Bei unmittelbaren Sorgen wie Stellenkürzungen oder befristeten Verträgen, kann es sinnvoll sein, aktiv zu werden und nach Lösungen zu suchen. Das umfasst zum Beispiel das rechtzeitige Umschauen nach neuen Berufschancen. Wer sich Freund:innen oder Kolleg:innen anvertraut, fühlt sich mit den Sorgen möglicherweise weniger allein und kann sich so ebenfalls einen Teil der Last nehmen. Vielleicht geht es ihnen ja ähnlich?
Wann Hilfe nötig ist
In manchen Fällen sind die Zukunftsängste so einnehmend, dass sie Arbeit und Alltag stark beeinträchtigen. Sorgen die Gedanken regelmäßig für schlaflose Nächte oder starke Stimmungstiefs, reichen Entspannungsübungen nicht mehr. Dann sollte sich ärztliche Unterstützung oder psychologische Hilfe gesucht werden. Mögliche Anlaufstellen hierfür sind zum Beispiel Haus- oder Betriebsärzt:innen.
Geräusche gehören meist zum Arbeitsalltag dazu. Trotzdem ist es wichtig, dass es im Büro nicht zu laut wird. Wie können Arbeitgebende den Lärmpegel möglichst gering halten?
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