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20.06.2023

Upskilling und Co. – Was ist das? 

Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel – die Veränderungen in der Arbeitswelt sind zahlreich. Damit Betriebe mit ihnen auch Schritt halten können, rücken für viele Arbeitgebende die Trends Upskilling, Reskilling und Outskilling in den Fokus. Aber was steckt hinter den Begriffen? Kurz gesagt: Bei allen drei Punkten geht es darum, neue Fähigkeiten zu erlernen, um den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt gewappnet zu sein.

Hierzu gehören beispielsweise neue Führungsmodelle oder die Stärkung von Fähigkeiten zum Selbst-Management, wie etwa Resilienz, Flexibilität oder Stresstoleranz. In Zeiten von Digitalisierung und dem vermehrten Einsatz künstlicher Intelligenzen sind außerdem nicht nur digitale Fähigkeiten gefragt. Auch Kompetenzen, die Menschen ganz klar von Computern abheben, – zum Beispiel Empathie, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit – rücken immer mehr in den Vordergrund. Genau diese Kompetenzen wollen Arbeitgeber:innen mit Upskilling und Co. fördern. Aber wie funktioniert das genau?

Upskilling – Diese drei Formen gibt es

Im Großen und Ganzen umfasst der Begriff Upskilling betriebliche Maßnahmen, um den Angestellten neue Fähigkeiten zu vermitteln und deren Rollen um neue Aufgaben zu erweitern. Aber Upskilling ist nicht gleich Upskilling, denn es kann zwischen drei Formen unterschieden werden:

Upskilling allgemein bezieht sich dabei meist auf das Übernehmen neuer Aufgaben innerhalb der gleichen Positionen. Erlernen Mitarbeiter:innen neue Kompetenzen für neue Rollen, nennt man das Sideskilling. Die dritte Form, das Multiskilling, bereitet Angestellte eines Betriebes darauf vor, zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten zu wechseln. Durch die so entstehende Job-Rotation können Arbeitgeber:innen eine flexiblere Belegschaft entwickeln. Aber nicht nur für Mitarbeiter:innen ist es im aktuellen Arbeitsklima wichtig, neue Skills zu erlernen – auch für Führungskräfte hat Upskilling viele Vorteile, damit sie ihre Angestellten sicher durch diese Veränderungen begleiten können.

Reskilling oder Outskilling?

Im Gegensatz zum klassischen Upskilling zielt Reskilling darauf ab, Arbeitnehmer:innen auf komplett neue Berufsbilder umzuschulen. Aktuell verändert sich die Arbeitswelt so rapide, dass dank Digitalisierung und Co. ständig neue Jobs entstehen – während andere Berufe immer weniger gesucht werden oder vielleicht gar nicht mehr benötigt werden. Mit Reskilling können Arbeitskräfte ihre Fähigkeiten entsprechend erweitern und sich für potenzielle Wechsel im Berufsbild wappnen.

Mit Outskilling hingegen investieren Arbeitgeber:innen aktiv und wissentlich in die Weiterbildung ihres Personals. Dabei nehmen sie auch das mögliche Risiko in Kauf, diese im Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Trotzdem ist gerade dieses Modell für die Zukunft vieler Firmen besonders entscheidend, denn die meisten Arbeitskräfte wünschen sich die Möglichkeit zur Weiterbildung. Das können sich Unternehmen zunutze machen, indem sie Outskilling aktiv in ihre Employer Branding – Konzepte einbinden. So können sie ihren Betrieb besonders ansprechend für Bewerber:innen machen.

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