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29.03.2023

Was erwartet die Generation Z von der Arbeitswelt?

Beim 17. VMM Mittelstandsfrühstück im Neubau des TONI Parks ging es um das große Thema: „Employer Branding: Mitarbeiter finden und binden“. Im neuen B4B Talk-Format diskutierten die Expert:innen Ramona Meinzer (Aumüller Aumatic), Benjamin Knecht (MXP GmbH) und Max Samer (Augsburger Allgemeine) über die Frage, wie die Generation Z erfolgreich rekrutiert werden kann. Stellvertretend für die neue Zielgruppe auf dem Arbeitsmarkt, sprach die Bachelorabsolventin Ilaria Wollek über die Vorstellungen und Ansprüche der jungen Menschen an ihre Arbeitgeber. Konsens der Diskussionsrunde war die Feststellung: Arbeitgeber:innen müssen den folgenden Generationen besser zuhören.

Der Fachkräftemangel zwingt viele Unternehmen dazu, mit attraktiven Benefits und modernen Recruiting-Strategien auf sich aufmerksam zu machen. Die Gen Z entert den Arbeitsmarkt jedoch mit einem neuen Selbstbewusstsein und fordert mehr von ihrem Arbeitgeber als vergangene Generationen. Flexibilität durch die Möglichkeit auf Homeoffice stellt dabei nur eine der vielen Forderungen dar. Was erwartet die Gen Z von ihrem Arbeitgeber und sind ihre Forderungen gerechtfertigt?

Die Arbeitswelt im Wandel

Homeoffice, Viertagewoche, kostenloses Obst und Kaffee for free sowieso. Diese Benefits finden sich heutzutage in vielen Stellenanzeigen wieder. Um die Generation Z, also die zwischen 1997 und 2012 geborenen Menschen, auf sich aufmerksam zu machen, braucht es inzwischen mehr als flache Hierarchien und ein gutes Arbeitsklima. Was hat sich in der Arbeitswelt der Generation Z geändert? Haben die jungen Menschen einfach "keinen Bock mehr auf Arbeit"?
Wozu viel Arbeiten, wenn die Zukunft ungewiss ist. Früher hieß es noch: "Wir werden es einmal besser haben als unsere Eltern und Großeltern". Diese Vorstellung gilt heute nicht mehr, denn durch Kriege, Pandemien und die Inflation, gestaltet sich die Zukunft der Generation Z ernster als zuvor.

Während sich die Babyboomer-Generation durch ihren Nine-to-five-Job ein Vermögen erarbeiten konnte, liegt der Traum vom Eigenheim durch die steigenden Immobilienpreise heute in weiter Ferne. Viele junge Menschen sehen daher nicht mehr den Sinn darin, sich für die Arbeit aufzuopfern. Deshalb wird die Karriere immer öfter hintenangestellt, um das Glück im privaten Leben zu finden. Work-Life-Balance lautet hier das Stichwort.

Was fordert die Generation Z von der Arbeitswelt?

Drei Wochen Homeoffice in einer sonnigen Stadt im Süden, eine Vergünstigung der Fitnessstudio-Mitgliedschaft oder Weihnachtsgeld und kostenlose Parkplätze. Die junge Generation möchte sich ihre Arbeitszeit so schön und einfach wie möglich gestalten. Dafür gibt es auch gute Gründe: Viele Arbeitnehmer:innen sind heute überlastet oder psychisch und physisch erkrankt.

Burnout, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Folge von Überarbeitung und dauerhaftem Stress. So war die Generation Z jahrelang Zeuge, wie sich ihre Vorgänger:innen durch ihr hohes Arbeitspensum kaputtgearbeitet haben. Eltern, die zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen oder nicht einmal im Urlaub den Arbeitsplatz aus dem Kopf bekommen, prägen dabei die Vorstellungen der Gen Z gegenüber der Arbeitswelt.Dazu kommt die Corona-Pandemie, welche der Grund war, weshalb viele junge Menschen über mehrere Jahre auf wichtige Bestandteile ihrer Jugend verzichten mussten. Reisen, neue Leute kennenlernen und das Leben genießen war in dieser Zeit nicht möglich. Dadurch hat sich auch der Sinn für das Hier und Jetzt geschärft: Wozu das Glück auf später verschieben, wenn die Welt, in der wir leben, so unsicher ist?

Arbeitgeber müssen es ihren Mitarbeiter:innen möglich machen, gerne zur Arbeit zu gehen und ihren Job gesund ausüben zu können. Immer wichtiger wird dies auch im Hinblick auf das steigende Rentenalter. Neben ansprechenden Benefits bedeutet ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, also Wertschätzung zeigen, Entfaltungsmöglichkeiten anbieten und vor allem einen fairen Lohn bezahlen.

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