Search
Haupt-Navigation
(C) VMM

14.05.2024 VMM

Flexible Arbeitszeiten: Das sind die Vor- und Nachteile

Flexible Arbeitszeiten – immer wieder ist von ihnen die Rede, beispielsweise in Stellenausschreibungen. Vor allem bei Arbeitnehmenden der jüngeren Generationen kommt dieses Konzept besonders gut an. Aber wie setzt sich dieses Konzept im Arbeitsalltag am besten um? Was sind die Vorteile, wie sehen die Nachteile aus?

Was bedeuten flexible Arbeitszeiten?

Flexible Arbeitszeiten bieten eine Alternative zu den üblichen getakteten Arbeitszeiten zwischen acht und 17 Uhr. An diesen strikt vorgegebenen Zeitrahmen müssen sich Arbeitnehmende in diesem Fall nicht mehr halten. Stattdessen können sie frei wählen, welche Zeiten für sie am günstigsten sind, um ihre Aufgaben zu erledigen – gegebenenfalls also früher oder später. Solange sie das geforderte Arbeitspensum leisten und dabei ein hohes Produktivitätsniveau an den Tag legen, können sie Beginn und Ende ihres Arbeitstages nach Belieben festlegen.

Welche Arten gibt es?

Arbeitgebende können ihren Mitarbeitenden verschiedene Modelle flexibler Arbeitszeiten anbieten – je nachdem, was am besten zum Betrieb passt. Die vermutlich häufigste Variante: die komprimierte Arbeitswoche, oder auch einfach Vier-Tage-Woche. Bei diesem Modell halten sich die Arbeitskräfte zwar in der Regel an die üblichen Arbeitszeiten, haben jedoch freitags oder montags frei.

Ebenfalls immer beliebter wird der tägliche flexible Zeitplan. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten für Arbeitnehmende: Entweder sie fangen früh mit der Arbeit an und gehen auch früher wieder, oder sie kommen später ins Büro und machen dementsprechend auch später Schluss. Wer sich zum Beispiel abends besser konzentrieren kann, kann so seine Arbeit ganz einfach auf eine spätere Uhrzeit verschieben.

Ähnlich funktionieren auch die Gleitzeit und die geteilte Schicht. Bei der Gleitzeit steht es den Mitarbeitenden frei, ob und wann sie ins Büro kommen. Solange sie ihre Arbeit fristgerecht erledigen, können sie dies auch zuhause tun, wenn ihnen das lieber ist. Bei der geteilten Schicht hingegen verteilen Arbeitnehmende ihre Schichten über den Tag hinweg, wie der Name schon andeutet. So können sie einige Aufgaben vormittags erledigen, und den Rest auf den Abend legen.

Flexible Arbeitszeiten: Das sind die Vorteile

Für viele Arbeitnehmende sind flexible Arbeitszeiten vor allem aus einem Grund so ansprechend: Sie ermöglichen mehr Freiheiten. Wer sich nicht mehr an einen vorgeschriebenen Zeitrahmen halten muss, kann sich privaten Bedürfnissen wie Familie, Hobbies oder Entspannung besser widmen. Das verstärkt die Work-Life-Balance, macht uns ausgeglichener und glücklicher.

Das birgt auch für Arbeitgebende einen großen Vorteil. Denn sind die Mitarbeitenden zufrieden, sind sie weniger gestresst und können sich noch besser auf ihre Aufgaben konzentrieren. Dürfen sie dann arbeiten, wenn sie sich am wohlsten fühlen, erhöht das ihre Leistungsfähigkeit – und ihre Loyalität zum Unternehmen.

Bieten Vorgesetzte flexible Arbeitszeiten an, zeigen sie damit, dass sie ihren Mitarbeitenden vertrauen. Sie wissen, dass die Arbeit erledigt wird – egal, zu welcher Uhrzeit. Das kommt nicht nur innerhalb des Betriebs gut an, sondern auch bei neuen Bewerber:innen. Somit machen sich flexible Arbeitszeiten auch in Sachen Employer Branding sehr gut. Darüber hinaus sparen sich Betriebe wichtige Kosten, etwa für die Anreise oder Büromaterialien.

Gibt es auch Nachteile?

Trotz all dieser positiven Seiten können flexible Arbeitszeiten auch große Herausforderungen für Unternehmen bedeuten. So sind sie beispielsweise nicht gleich gut für jeden Betrieb geeignet. Während solche Arbeitsmodelle in Büroumgebungen häufig sehr gut funktionieren, kann es im Einzelhandel schwieriger werden. Bei Berufen im Pflegebereich oder im Kundendienst sind flexible Arbeitszeiten fast unmöglich umzusetzen.

Ebenso ist es nicht für alle Arbeitnehmenden so einfach, ihre Arbeitszeiten eigenverantwortlich einzuteilen. Einige brauchen einen festen Rahmen, um ihre Aufgaben pflichtbewusst zu Ende zu bringen – oder sich nicht zu viel vorzunehmen. Auch das Management muss sich auf viele Umstellungen gefasst machen, die mit flexiblen Arbeitszeiten verbunden sind. Da die Arbeit ja trotzdem gemacht werden muss, müssen Arbeitgebende Grenzen setzen. Dazu ist klare Kommunikation nötig, die erschwert wird, wenn sich nicht alle regelmäßig am Arbeitsplatz befinden.

Passende Blog-Artikel

Das Bild zeigt eine junge Frau, die vor einem Laptop sitzt. Sie blickt frustriert in die Ferne, was darauf hindeutet, dass sie sich in ihren Urlaub zurücksehnt.

Post-Holiday-Blues – So gelingt die Rückkehr in den Job

Nach Tagen voller Entspannung fällt es uns oft schwer, in den Arbeitsalltag zurückzukehren. Wie lässt sich der Post-Holiday-Blues überwinden?
News/Aktuelles
Die Graphik zeigt einen Mann mit Brieftasche, der über ein Kabel stolpert, und steht symbolisch für Arbeitsunfälle.

Arbeitsunfälle: Das ist im Ernstfall zu beachten

Arbeitsunfälle lassen sich nicht immer vermeiden. Was müssen Mitarbeitende und Unternehmen wissen, um im Notfall richtig zu handeln?
News/Aktuelles
Auf dem Bild ist ein pinker Post-It vor gelbem Hintergrund zu sehen. Der Post-It trägt die Aufschrift "NO".

Im Job auch mal „Nein“ sagen: Darum ist es so wichtig

Wenn Kolleg:innen uns um etwas bitten, fällt es oft schwer, abzulehnen. Warum es trotzdem wichtig ist, im Job hin und wieder Nein zu sagen – und wie wir lernen können, dies richtig zu kommunizieren.
News/Aktuelles