Search
Haupt-Navigation
Ablenkungen am Arbeitsplatz

01.04.2025 Alina Flügel

Ablenkung am Arbeitsplatz? So gelingt konzentriertes Arbeiten

Störende Geräusche, laute Bürogespräche und das ewig klingelnde Smartphone: Ablenkungen bestimmen den Büroalltag sowie die Ergebnisse am Arbeitsplatz. Vor allem durch die ständige Erreichbarkeit und Verbundenheit mit dem Weltgeschehen in diesen schnelllebigen Zeiten ist das kein Wunder. Doch wie können Beschäftigte trotz alledem konzentriert und präsent am Arbeitsplatz bleiben?

Alle sechs Minuten eine Unterbrechung

Mehr als zehnmal pro Arbeitsstunde verliert der durchschnittliche Arbeitnehmende durch äußere, aber auch durch innere Reize die Konzentration. Das zumindest zeigen Umfragen des Fachverlags für Arbeits- und Sozialrecht, Bund-Verlag. Die Umfragen ergeben, dass alle sechs Minuten eine Ablenkung den Arbeitsprozess stört. Nach Erhebungen des Bund-Verlags liegt die Zahl der regelmäßig abgelenkten Arbeitnehmenden in Deutschland bei rund 86 Prozent. Nur 12 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gaben an, sich nie ablenken zu lassen.

Das sind die größten Ablenkungen am Arbeitsplatz

Ein häufiger Grund für Ablenkung am Arbeitsplatz ist eine ausgeprägte Geräuschkulisse. Diese sorgt vor allem bei einer erhöhten Sensibilität dafür, dass die Konzentrationsfähigkeit erheblich leidet. So gaben auch bei der Umfrage des Bund-Verlags 42 Prozent der Befragten an, von Geräuschen am Arbeitsplatz abgelenkt zu werden. Rund 26 Prozent der Teilnehmenden führten die Ablenkung außerdem auf das Schreiben und Empfangen von privaten Nachrichten zurück. Die größten Ablenkungsquellen bildeten mit 62 Prozent jedoch Gespräche mit den Kolleg:innen.

Negative Folgen von Ablenkung

Andauernde Unterbrechungen hindern viele Arbeitnehmende daran, präsent bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben zu sein. Stattdessen verteilt sich ihr Fokus auf unterschiedliche Endpunkte, was sowohl Arbeitsdauer als auch Arbeitsqualität negativ beeinflusst. Das liegt daran, dass jede Unterbrechung ein neues Einarbeiten in die ursprüngliche Aufgabe erfordert.

Wiederkehrende Störungen wirken sich auch auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmenden aus. Da sie den Arbeitsprozess in aller Regel erheblich herauszögern, können sie schnell zu einer Überlastung oder sogar Burnout führen. Die Vorbeugung von Ablenkungen ist daher für den Unternehmenserfolg, aber auch die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden von entscheidender Bedeutung.

Ablenkungen vermeiden: So geht's:

Durch gezielte Maßnahmen, wie beispielsweise ruhige Arbeitsbereiche, können Arbeitgebende Störfaktoren reduzieren und dadurch die Produktivität ihrer Mitarbeitenden steigern. Arbeitnehmende wiederum sollten sich in sinnvollen Zeitabständen Pausen nehmen und diese richtig nutzen, damit das Gehirn entlastet werden kann. Hierfür bietet sich zum Beispiel eine kurze Bewegungspause oder ein Gang an die frische Luft an. Kontraproduktiv ist hingegen, die Pausen mit neuen Reizen wie etwa Kurz-Videos zu füllen.

Zu guter Letzt gilt: Ablenkungen schlicht und einfach reduzieren. So hilft es bereits, Ablenkungsquellen wie das Smartphone außer Sichtweite zu legen. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz minimiert darüber hinaus weitere visuelle Reize und erleichtert es den Mitarbeitenden, sich besser auf ihre Aufgaben zu konzentrieren.

Passende Blog-Artikel

Das Bild zeigt einen Roboter in einer Büroumgebung. Es steht symbolisch für den Einzug künstlicher Intelligenz in den Arbeitsalltag.

Künstliche Intelligenz: Revolutioniert sie wirklich die Arbeitswelt?

Künstliche Intelligenz wirft in der Arbeitswelt derzeit viele Fragen auf: Werden Mitarbeitende künftig durch KI ersetzt? Drohen Kündigungen? Und welche Aufgaben sollten weiterhin fest in menschlicher Hand bleiben?
News/Aktuelles
Das Bild zeigt zwei ältere Menschen vor einem laptop. Es steht symbolisch für "Unretirement", den Wiedereinstieg von Rentner:innen ins Arbeitsleben.

Arbeiten trotz Rente: Das „Unretirement”-Phänomen

Altersarmut gehört schon lange zu einem strukturellen Problem in Deutschland. Zurückzuführen ist diese zumeist auf eine nicht ausreichende Rente. Aus diesem Grund sind viele dazu gezwungen, selbst nach dem Renteneintritt weiterzuarbeiten. Alles rund ums Unretirement.
News/Aktuelles
Das Bild zeigt einen Mann im Anzug, der mit dem Rücken zur Kamera an einem Tisch sitzt. Auf der anderen Seite des Tisches sitzen vier weitere Personen. Diese Szene stellt ein Bewerbungsgespräch dar, während die blauen Fragezeichen über den Personen für mögliche Fragen stehen, die hier gestellt werden.

Diese Fragen sind im Bewerbungsgespräch tabu

Ab 7. Juni 2026 dürfen Arbeitgebende im Bewerbungsgespräch nicht mehr nach dem alten Gehalt fragen. Stattdessen müssen die Unternehmen ihre Gehaltsspannen offenlegen.
News/Aktuelles