Hinter dem Begriff „Digital Detox” versteckt sich eine bewusste Pause von digitalen Geräten wie Smartphones, Tablets, Computer und ähnlichem. Ziel ist es, sich von der ständigen Reizüberflutung zu erholen und dadurch mehr Fokus auf das reale Leben wiederzugewinnen. Doch ist das in einem beruflichen Kontext überhaupt möglich?
Digital Detox im Arbeitsumfeld
Egal ob E-Mail-Verkehr, Messenger-Dienste, Social Media oder Videokonferenzen: Mittlerweile gehören digitale Geräte und Technologien unentbehrlich zu dem beruflichen Alltag vieler Menschen. Die ständige Verfügbarkeit führt jedoch zu erhöhtem Stress, Überforderung, Schlappheit und Produktivitätsproblemen. Zudem können gesundheitliche Risiken wie Augenbelastung, Nacken- und Rückenschmerzen und Schlafprobleme auftreten. Umso wichtiger ist es also, bewusste Pausen in Form von „Digital Detox” einzuplanen, selbst wenn die Auseinandersetzung mit digitalen Medien unvermeidbar ist.
Strategien für geringere Bildschirmzeit
Natürlich ist ein „Digital Detox” im klassischen Sinne auf der Arbeit in vielen Fällen nicht möglich. Einfach den PC abzuschalten und analog zu arbeiten, funktioniert leider nun mal nicht. Allerdings können andere Formen des digitalen Detox im Arbeitsrahmen stattfinden. Zum einen ist auf jeden Fall zu raten, auf private Bildschirme und Geräte während der Arbeitszeit zu verzichten. Das heißt also: Keine kurzen Arbeitsunterbrechungen, um auf private Chats zu antworten, kein Social-Media in der Mittagspause und keinerlei weitere persönliche und digitale Beschäftigungen. So ist zwar die berufliche, digitale Konfrontation nicht umgehbar, allerdings dankt unser Gehirn und mentaler Zustand uns auch schon dafür, keinen zusätzlichen Reizen ausgesetzt zu sein. Zudem steigert das die Produktivität und sorgt für weniger Ablenkung am Arbeitsplatz.
Dies lässt sich optimal auf die Mittagspause und den Feierabend ausweiten. Anstelle von sinnlosem Doomscrollen können Spaziergänge in der Natur oder klassische analoge Beschäftigungen wie Lesen, ein Instrument spielen oder Sport diese freie Zeit gut füllen. Während der Arbeitszeit kann man sich auch alle halbe Stunde eine Zwei-Minuten-Pause gönnen und einfach kurz in die Ferne blicken. Alternativ ist es auch möglich, ein Mini-Office-Workout einzulegen. Wer nicht von heute auf morgen einen kompletten Cut machen kann, kann damit anfangen, die Benachrichtigungen zu filtern und sich nur das Wichtigste anzeigen zu lassen.
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