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Die Illustration zeigt Menschen in Autos, die auf dem Weg zur Arbeit im Stau stehen und deshalb gestresst sind.(C) VMM

21.04.2026 Fiona Wiedemann

Pendeln ohne Stress: Tipps für einen entspannten Arbeitsweg

Zahlreiche Arbeitnehmende kennen es: Ihr Job befindet sich in einer anderen Stadt als ihr Zuhause. Deshalb müssen sie tagtäglich längere Strecken auf sich nehmen, um ins Büro und zurückzugelangen. Für viele Berufspendler:innen ist dieser Umstand mit Stress verbunden: Frühes Aufstehen, spätes Nachhause-Kommen, nervige lange Fahrzeiten. Das kann sich auf Dauer stark auf Motivation und Wohlbefinden auswirken. Welche Tipps können ihnen dabei helfen, trotz langer Wege entspannt in den Arbeitstag zu starten?

Wie viele Pendler:innen gibt es?

Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) arbeiteten im Sommer 2024 20,59 Millionen Berufstätige in Deutschland in einer anderen Kommune als ihrem Wohnort. Das sind elf Prozent mehr als noch vor einem Jahrzehnt. Die meisten von ihnen pendeln nach München (genauer gesagt 458.400 Menschen), dicht gefolgt von Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und Köln. Gründe für diese hohen Zahlen finden sich beispielsweise in den Wohnmieten der Großstädte, die für viele Menschen zu hoch sind. Auch die Corona-Pandemie hat die Anzahl der Pendler:innen weiter nach oben gekurbelt.

Das BBSR hat außerdem die Länge der Pendelstrecken genauer unter die Lupe genommen. Demnach beträgt der durchschnittliche einfache Arbeitsweg 17,2 Kilometer. Über vier Millionen Pendler:innen legen aber täglich rund 50 Kilometer zurück. Rund zwei Millionen kommen sogar auf mehr als 100 Kilometer. Die meisten von ihnen (40 Prozent) greifen dabei auf Autos zurück. 11 Prozent nutzen für längere Arbeitswege öffentliche Verkehrsmittel wie Bahn oder Bus, weitere 11 Prozent fahren Fahrrad.

Wie wirkt sich Pendeln auf uns aus?

Lange, mitunter anstrengende Arbeitswege haben auf Dauer starken Einfluss auf unser Wohlbefinden. Dabei ist es für die meisten Betroffenen gar nicht unbedingt die Weglänge an sich, die sie belastet. Stattdessen ist es eher der Zeitfaktor, der den Stress verursacht: Sie haben prinzipiell weniger Zeit zur freien Verfügung, um sich vom anstrengenden Arbeitstag zu erholen. Mitunter leiden sie durch das frühe Aufstehen und späte Nachhause-Kommen außerdem unter Schlafmangel, was sich auf der Arbeit durch mangelnde Konzentration und Motivation bemerkbar machen kann. Auch Verkehrsaspekte spielen eine Rolle, da sie sie oft nur bedingt vorhersehbar sind. Steht beispielsweise ein wichtiger Termin auf der Arbeit an und man steckt im Stau fest oder der Zug fällt aus, steigert das den vermutlich ohnehin schon hohen Stresspegel.

Entspannter pendeln mit diesen Tipps

Mit dem richtigen Zeitmanagement und sorgfältiger Planung lassen sich auch lange Pendelstrecken in den Griff bekommen. Diese Tipps können dabei helfen:

  • Zeitpuffer: Damit man nicht durch unvorhersehbare Verkehrsfaktoren in die Bredouille kommt, ist es sinnvoll, wichtige Termine – wenn möglich - nicht direkt auf den Anfang des Tages zu legen. So müssen sich Arbeitnehmende weniger Sorgen über Staus und Co. machen und können sich besser an die Umstände anpassen, ohne dass der komplette Zeitplan durcheinandergerät.
  • Zug statt Auto: Ja, auch auf Züge kann man sich nicht immer verlassen. Trotzdem können Zugreisen einen angenehmeren Start in den Tag bedeuten als Autofahrten. Im Zug müssen Pendler:innen sich nicht selbst auf das Fahren konzentrieren, sondern können sich einfach zurücklehnen, vielleicht noch ein bisschen die Lieblingsmusik hören oder einfach die Gedanken schweifen lassen. So lässt es sich entspannter wach werden, ohne dass gleich volle Konzentration gefordert ist.
  • Gemeinsam pendeln: Viele anstrengende Dinge sind oft leichter, wenn wir sie teilen können. Dementsprechend ist die Fahrt zur Arbeit oft weniger stressig und lästig, wenn Kolleg:innen sich zusammentun und die Strecke gemeinsam zurücklegen - egal, ob mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. So vergeht die Zeit schneller, es entstehen Gespräche und vielleicht sogar echte Freundschaften. Kommt ein Auto zum Einsatz, können sich die Mitarbeitenden außerdem mit dem Fahren abwechseln.
  • Gleitzeit und Homeoffice: Ist das tägliche Pendeln eine große Last, können Arbeitgebende möglicherweise auch Kompromisse mit der Betriebsleitung finden – zum Beispiel in Form von Gleitzeit oder Homeoffice. Ein oder zwei Tage im Homeoffice, ohne die langen Fahrzeiten, können für viele bereits einen großen Unterschied machen. Durch eine Gleitzeit-Regelung sind Mitarbeitende nicht mehr an feste Zeiten gebunden und somit flexibler, was den Arbeitsweg angeht.

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