Search
Haupt-Navigation
Das Bild zeigt eine junge Frau, die vor einem Laptop sitzt. Sie blickt frustriert in die Ferne, was darauf hindeutet, dass sie sich in ihren Urlaub zurücksehnt.(C) Kateryna, stock.adobe.com

01.09.2026 Fiona Wiedemann

Post-Holiday-Blues – So gelingt die Rückkehr in den Job

Strand, Sonne, Erholung… und dann mit dem Weckerklingeln am Montagmorgen die knallharte Rückkehr in die Realität? Jetzt, wo sich die Urlaubssaison offiziell dem Ende zuneigt, kommt dieses Gefühl sicher vielen Beschäftigten bekannt vor. Die Umstellung von Tagen voller Entspannung und Flexibilität auf den gewöhnlichen, durchgetakteten Joballtag fällt oft nicht leicht. Laut einer Umfrage der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) berichten sogar zwei Drittel der Befragten von Symptomen des sogenannten Post-Holiday-Blues. Dabei sollten wir nach einer wohlverdienten Auszeit doch eigentlich wieder Energie getankt haben und voller Motivation ins Büro zurückkehren. Wieso ist der Wiedereinstieg in den Job nach dem Urlaub also so schwer für uns – und wie können wir ihn trotzdem gut meistern?

Warum gibt es den Post-Holiday-Blues?

Egal, ob Entspannen am Strand oder volles Sightseeing-Programm – Urlaub, egal in welcher Form, ist vor allem ein klarer Ausbruch aus der Routine. Wir haben selbst die volle Kontrolle darüber, wann wir aufstehen und wie wir unseren Tagesablauf gestalten. Der Arbeitsalltag mit all seinen Aufgaben und Regelungen scheint weit weg. Es dauert nicht lange, bis wir uns an diesen „Urlaubsmodus“ gewöhnt haben. Das ist auch wissenschaftlich messbar, denn in der Urlaubszeit sinkt das Stresshormon Cortisol in unserem Körper deutlich.

Müssen wir dann wieder in den Alltagstrott zurück, geht der Cortisolspiegel schlagartig wieder hoch. Dieser radikale Umschwung bringt Kopf und Körper ganz schön durcheinander, vor allem wenn nach der Auszeit direkt anstrengende Meetings oder ein unübersichtliches E-Mail-Postfach auf uns warten. Kein Wunder, dass sich hierbei schnell die klassischen Anzeichen des Post-Holiday-Blues bemerkbar machen: Frust, Müdigkeit, schlechte Laune und mangelnde Motivation.

Die richtige Vorbereitung hilft

Kein Urlaub hält ewig, auch wenn viele Beschäftige sich das sicher wünschen. Wie also können wir die Rückkehr ins Arbeitsleben möglichst entspannt und angenehm gestalten? Diese Tipps und Strategien helfen dabei:

  • Die richtige Vorbereitung: Der erste Schritt für einen reibungslosen Wiedereinstieg in den Job beginnt bereits vor dem Urlaub. Denn wenn wir rechtzeitig planen und uns beispielsweise um eine Vertretung kümmern, haben wir im Anschluss mit weniger Chaos oder liegengebliebenen Aufgaben zu kämpfen. Sind unsere Projekte in sicheren Händen, können wir während unserer Auszeit außerdem besser abschalten.
  • Realistische Erwartungen: Neigt sich der Urlaub dem Ende zu, ist die richtige Einstellung gefragt. Oft erwarten wir von uns selbst, dass wir direkt mit Vollgas zurück in den Job starten. Nach einer längeren Arbeitspause benötigen Geist und Körper jedoch Zeit, um sich wieder an die Anforderungen des Berufs anzupassen. Machen wir uns diesen Umstand vorher bewusst, können wir uns beim Wiedereinstieg einen Teil des Drucks nehmen und Schritt für Schritt wieder im Arbeitsalltag ankommen. So fällt der Post-Holiday-Blues möglicherweise weniger heftig aus.
  • Der perfekte Start: Der Gedanke an den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub füllt uns vorher oft mit Unruhe. Umso wichtiger ist es, sich an diesem Tag nicht zu überfordern. Besteht die Möglichkeit, anstrengende Aufgaben, knappe Deadlines oder vollbesetzte Meetings zu vermeiden, sollte sie genutzt werden. Stattdessen kann es helfen, beispielsweise erst einmal im Homeoffice zu arbeiten oder simplere Aufgaben zu erledigen. Ebenfalls ausschlaggebend: Am Abend vorher bereits alles packen, sich genug Zeit zum Runterkommen gönnen und ausreichend schlafen.
  • Struktur schaffen: Wie bereits erwähnt, ist es hilfreich, sich am Anfang eher klaren, vergleichsweise einfachen Tasks zu widmen. Ebenso lohnt es sich, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, zum Beispiel in Form einer To-Do-Liste: Was steht alles an? Was wurde von Kolleg:innen übernommen? Was hat besonders Priorität? So scheint die Flut an Aufgaben, die nach dem Urlaub wartet, gleich ein bisschen weniger bedrohlich und unübersichtlich. Dieser Tipp ist natürlich nicht nur für den Wiedereinstieg nach dem Urlaub anwendbar, sondern auch für zukünftige stressige Arbeitstage.
  • Ein Stück Urlaub bewahren: Nur weil der Urlaub zu Ende ist, heißt das nicht, dass wir alle damit verbundenen positiven Gefühle hinter uns lassen müssen. Wie das geht? Indem wir uns in Erinnerung behalten, was uns im Urlaub besonders gutgetan hat. Ein Spaziergang in der Natur oder eine leckere Mahlzeit sind keineswegs an den Urlaubsort gebunden. Überlegen wir uns, welche schönen Dinge wir mit in die tägliche Routine nehmen können, lassen sich auch außerhalb des Urlaubs kleine Momente der Entspannung finden.

Passende Blog-Artikel

Das Bild zeigt ein blaues Buch mit der Aufschrift "Arbeitsrecht". Daneben ist eine goldene Justizia-Figur zu sehen.

Arbeitsrecht: Diese Änderungen gibt es 2027

Mit den geplanten Reformen im Arbeitsrecht kommen 2027 viele Änderungen auf uns zu. Was sind die wichtigsten Neuerungen, mit denen die Arbeitswelt rechnen muss?
News/Aktuelles
Das Bild zeigt ein Schild mit der Aufschrift "Fachkräftemangel". Die rote Ampel daneben symbolisiert den Ernst der Lage.

Neue Zahlen zum Fachkräftemangel: So ist die Lage in Augsburg

Eine aktuelle Studie der VBW zeigt: Auch im Jahr 2035 hat Bayern voraussichtlich mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Wie sehen die Zahlen in Augsburg und der Region aus?
News/Aktuelles
Die Graphik zeigt einen Mann mit Brieftasche, der über ein Kabel stolpert, und steht symbolisch für Arbeitsunfälle.

Arbeitsunfälle: Das ist im Ernstfall zu beachten

Arbeitsunfälle lassen sich nicht immer vermeiden. Was müssen Mitarbeitende und Unternehmen wissen, um im Notfall richtig zu handeln?
News/Aktuelles