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Bunter Schriftzug mit dem Wort "Buzzwords" in der Mitte, umgeben von kleinen Cartoon-Bienen.(C) VMM

09.12.2025 Valeria Rybin

Buzzwords und Benefits: Was Stellenanzeigen wirklich attraktiv macht

Wer sich durch Jobportale scrollt, erkennt das Muster sofort: ein „junges, dynamisches Team“, das „agil“ arbeitet und ein „tolles Arbeitsklima“ verspricht. Buzzwords, wohin man blickt. Doch Bewerber spüren sofort, wenn hinter einem Versprechen wenig Substanz steckt. Aber wie gestalten Arbeitgeber Jobausschreibungen so, dass sie auch 2026 geeignete Kandidaten anziehen?

Buzzwords: Viel Lärm um nichts?

Wörter, die „Geräusche machen“? Das steckt hinter dem englischen Begriff „Buzzwords“. Denn „to buzz bedeutet „brummen“ oder „summen“. Und genau so klingen viele Stellenanzeigen. Doch während leere Worthülsen immer mehr an Wirkung verlieren, gewinnt ein anderer Bereich stärker an Bedeutung: die sogenannten "harten" Benefits.

Was Bewerber wirklich überzeugt

Wer heute Fachkräfte sucht, muss ein überzeugendes Gesamtpaket schnüren. Seit 2019 hat sich die Zahl der ausgeschriebenen Zusatzleistungen von durchschnittlich 3,6 auf 9,6 pro Stellenanzeige fast verdreifacht. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Bertelsmann Stiftung, die rund 34 Millionen Online-Stellenanzeigen umfasst.

Dabei wird sichtbar, dass der Wettbewerb nicht für alle gleich abläuft. Spezialisten und Experten erhalten im Schnitt elf Mitarbeitervorteile pro Anzeige, Fachkräfte rund zehn. Helfer dagegen müssen sich oft mit acht begnügen. Dabei hat sich der Abstand zwischen Experten und Helfern in den vergangenen fünf Jahren von 1,7 Benefits auf rund drei vergrößert.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen Leistungen, die sich unmittelbar auszahlen – Sonderzahlungen, betriebliche Altersvorsorge, Rabatte. Sie werden in zwei von drei Anzeigen genannt und haben erstmals die lange führenden Entwicklungsperspektiven abgelöst. Trotzdem bleibt der Wunsch nach Sicherheit und Wachstum präsent: Mentoring, Aufstiegsmöglichkeiten und ein stabiler Arbeitsplatz werden weiterhin häufig genannt. Parallel dazu wächst das Bedürfnis nach Flexibilität. Gut ein Drittel aller Stellenanzeigen hebt heute flexible Arbeitszeitmodelle hervor.

Weiterbildung spielt ebenfalls eine große Rolle. Allerdings nicht für alle gleichermaßen: Während mehr als die Hälfte der Anzeigen für Experten Fortbildungsmöglichkeiten verspricht, findet sich dieses Angebot nur in einem Drittel der Anzeigen für Helfer. Familienfreundlichkeit und Gesundheitsangebote tauchen dagegen eher selten auf. Auch hier profitieren vor allem hochqualifizierte Bewerber.

Auffällig ist, dass die vielleicht wichtigste Information vieler Stellenanzeigen fast vollständig fehlt: das Gehalt. Nur selten wird offen benannt, was eine Stelle finanziell konkret bietet. Eine Ausnahme bildet die Tarifbindung: Ein Viertel aller Stellenanzeigen verweist auf Tarifverträge. Durch diese wird nicht nur das Gehalt sichtbarer, sondern auch die Benefits, die dazugehören: Urlaubsgeld, Altersvorsorge oder Gesundheitsleistungen.

Das Eintreten der neuen EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz ab Juni 2026 verpflichtet jedoch auch deutsche Arbeitgeber dazu, frühzeitig über die Gehaltsspanne eines Jobs zu informieren. Dies muss entweder direkt in der Stellenausschreibung oder noch vor dem Vorstellungsgespräch erfolgen. Zusätzlich ist es erforderlich, die jeweiligen Kriterien für das festgelegte Gehalt offenzulegen – wie etwa Qualifikation, Bildungsniveau oder Berufserfahrung. Somit können sich Arbeitnehmer Informationen über die durchschnittlichen Vergütungen für vergleichbare Tätigkeiten einholen, die jeweils nach Geschlecht aufgeschlüsselt sind.

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