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Job Crafting

08.04.2025 Lena Hilbert

Job Crafting - was ist das?

Ob eine unliebsame Aufgabe, stressige Deadlines oder Spannungen im Team – es gibt viele Gründe dafür, weswegen Arbeitnehmende nicht immer motiviert und produktiv sind. Bleibt dieses Problem langfristig bestehen, leidet darunter allerdings nicht nur die Mitarbeitendenzufriedenheit, sondern ebenso der Unternehmenserfolg. Eine Möglichkeit, dagegen vorzugehen, stellt das sogenannte Job Crafting dar. Doch was genau ist das eigentlich? Und wie funktioniert es?

Was ist Job Crafting?

Der Begriff „Job Crafting“ stammt aus der positiven Psychologie und bezeichnet die Mit- und Umgestaltung des Arbeitsplatzes durch Arbeitnehmende. Beschäftigten wird auf diese Weise ermöglicht, an ihrem Job bestimmte Anpassungen vorzunehmen und diesen selbstbestimmter zu gestalten. Ziel der Maßnahme ist es, die Motivation und damit auch die Produktivität der Arbeitnehmenden zu steigern.

Wie das Konzept funktioniert

Insgesamt gibt es drei verschiedene Ebenen, auf denen Job Crafting umgesetzt werden kann: die physische, kognitive und soziale.

  • Physisches Crafting

Beim physischen Job Crafting geht es darum, welche Beschäftigten welche Tätigkeiten erfüllen und erfüllen möchten. Manchmal kommt es vor, dass Arbeitnehmende sich mit einer unliebsamen und als schwierig empfundenen Aufgabe abmühen, die von anderen Mitarbeitenden im Handumdrehen gelöst werden könnte. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Arbeitsbereiche beider Angestellten anzupassen und einige ihrer Aufgaben zu tauschen.

  • Kognitives Crafting

Kognitives Job Crafting bezieht sich darauf, wie Beschäftigte die von ihnen ausgeführte Tätigkeit wahrnehmen. Gerade weniger erfüllende und monotone Aufgaben sorgen dafür, dass sie sich schnell langweilen und ablenken lassen. Dies können Arbeitnehmende verhindern, indem sie sich die höhere Bedeutung ihrer Arbeit ins Gedächtnis rufen. So könnte sich zum Beispiel ein Unkraut-jätender Gärtner vorstellen, dass die zähe Tätigkeit später in einem gepflegten Park mündet, der vielen Menschen Freude und Erholung spendet.

  • Soziales Crafting

Soziales Job Crafting berücksichtigt insbesondere die zwischenmenschlichen Beziehungen, die am Arbeitsplatz vorherrschen. Oft ist es hilfreich, die bisherige Team-Zusammensetzung nach Absprache mit den Arbeitnehmenden zu ändern, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Wichtig sind dabei vor allem die folgenden Fragen: Wer arbeitet gut und gerne mit wem zusammen? Mit welchen Mitarbeitenden wurde bisher noch gar nicht gearbeitet? Beachtet werden sollte bei der Umgestaltung außerdem, dass sich die Arbeitnehmenden in ihrem neuen Umfeld wohlfühlen, aber von der Zusammenarbeit mit den Lieblingskolleg:innen trotzdem nicht abgelenkt werden.

Welche Vorteile hat Job Crafting?

Auch wenn Job Crafting auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, bringt es sowohl für Arbeitnehmende als auch Arbeitgebende einige Vorteile mit sich. An erster Stelle ist hierbei die erheblich gesteigerte Mitarbeitendenzufriedenheit zu nennen. Rücksicht auf die Präferenzen der Arbeitnehmenden zu nehmen, fördert nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern ebenfalls ihre Arbeitsqualität und -leistung. So können auf lange Sicht Personalkosten eingespart werden, die sich durch den Wegfall von Angestellten ergeben. Zudem trägt das gesteigerte Engagement wesentlich zu einem besseren Unternehmenserfolg bei.

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