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Jobsharing

13.05.2025 Lena Hilbert

Jobsharing: So funktioniert es

Zwei Köpfe, ein Schreibtisch: Was noch vor wenigen Jahren undenkbar schien, ist heute in einigen Unternehmen gelebter Alltag. Immer häufiger teilen sich mehrere Personen eine Arbeitsstelle, um mehr Zeit für Freizeit, Familie oder persönliche Weiterbildung zu gewinnen. Dahinter steckt das sogenannte Konzept des Jobsharings. Doch wie genau funktioniert es? Und welche Vorteile können Arbeitnehmende wie Arbeitgebende daraus ziehen?

Was ist Jobsharing?

Jobsharing ist eine Form der Arbeitsorganisation, bei der zwei oder mehr Arbeitnehmende eine einzige Vollzeitstelle besetzen. Alle in der Position anfallenden Aufgaben werden demnach von den entsprechenden Personen aufgeteilt. Das erlaubt es ihnen, ihre Arbeitszeiten aufeinander abzustimmen und flexibel zu gestalten. So kann eine Vollzeitstelle zum Beispiel in zwei Halbzeitstellen aufgeteilt werden, bei der die beteiligten Beschäftigten zu unterschiedlichen Tagen oder Tageszeiten arbeiten.

Der Unterschied zur klassischen Teilzeit-Arbeit besteht darin, dass die betroffenen Arbeitnehmenden für den gleichen Tätigkeitsbereich zuständig sind und daher auf eine stetige Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen angewiesen sind.

Wie das Modell funktioniert

Jobsharing kann auf verschiedene Weisen umgesetzt werden. Wichtig ist dabei abzuwägen, welche Herangehensweise für das Unternehmen am meisten Sinn ergeben.

  • Job Splitting: Von Job Splitting wird dann gesprochen, wenn Mitarbeitende zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Dieses Modell erfordert nur ein Minimum an Zusammenarbeit, da die Aufgaben aufgrund der verschiedenen Schichten weitestgehend eigenständig erledigt werden können.
  • Job Pairing: Bei Job Pairing handelt es sich um die gängigste Art von Jobsharing. Die entsprechenden Angestellten bearbeiten dabei nicht nur gemeinsam ihre Aufgaben, sondern treffen auch gemeinsam wichtige Entscheidungen.
  • Top Sharing: Ähnlich verhält es sich beim Top Sharing. Der Begriff bezieht sich jedoch ausschließlich auf Führungskräfte, die sich eine Führungsposition teilen und nur nach gemeinsamer Absprache handeln.
  • Succession Tandems: Succession Tandems bezeichnen eine befristete Zusammenarbeit zwischen einer erfahrenen Fachkraft und einer Nachwuchskraft, bei der erstere die letztere einlernt. Am Ende der Einarbeitungsphase übernimmt die Nachwuchskraft für gewöhnlich dann die Position der Fachkraft.
  • Peer Tandems: Bei besonders herausfordernden Tätigkeitsbereichen, die nur schwer allein bewältigt werden können, bieten sich Peer Tandems an. Dabei übernehmen zwei gleichrangige Angestellte die anspruchsvolle Position, wodurch die Arbeitsbelastung erheblich reduziert wird.
  • Crossfunctional Tandems: Arbeiten Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen zusammen, so handelt es sich um Crossfunctional Tandems. Dieses Modell des Jobsharing ist besonders dann sinnvoll, wenn Erfahrungen aus mehreren Bereichen gefragt sind.

Jobsharing: Das sind die Vorteile

Wird Jobsharing richtig umgesetzt, können sich dadurch sowohl für Arbeitnehmende als auch für Arbeitgebende einige Vorteile ergeben. Den Angestellten ermöglicht die besondere Arbeitsteilung eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung, die für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgt. Zudem erfahren Beschäftigte durch das Jobsharing mehr Unterstützung von ihren Kolleg:innen, was den Spaß am und die Zufriedenheit im Job erheblich fördert.

Von einer erhöhten Mitarbeitendenzufriedenheit profitieren auch Arbeitgebende. Denn glückliche Mitarbeitende sind nicht nur produktiver, sondern binden sich darüber hinaus langfristig an das Unternehmen. Außerdem stellt das Modell sicher, dass im Krankheitsfall eines Arbeitnehmenden stets eine Ersatzkraft mit dem gleichen Wissensstand zur Verfügung steht.

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